Zuerst zur Hefe: Instant-Trockenhefe ist am einfachsten, sie kommt einfach so zum Mehl. Frischhefe lösen wir in Milch mit Zimmertemperatur auf: Hefe in kleine Stücke bröckeln, gut verrühren, und schon kannst du sie verwenden, ohne sie ruhen zu lassen. Aktive Trockenhefe (die keine Instant-Hefe ist) lösen wir vor dem Vermengen ebenfalls in Milch auf, aber hier gibt es ein SEHR wichtiges Detail: Die Milch muss lauwarm sein, etwa 35-40 °C, nicht einfach zimmerwarm wie bei der Frischhefe. Dann lassen wir sie etwa 10 Minuten stehen. Wenn du Trockenhefe hast und nicht weißt, ob es normale oder Instant-Hefe ist, lies die Anleitung auf der Packung: Dort steht meist, ob du sie in Milch aktivieren musst oder direkt mit dem Mehl verwenden kannst.
Gib Milch, Ei und Zucker in eine Schüssel. Wenn du Frischhefe oder aktive Trockenhefe verwendest, ist sie schon in der Milch aufgelöst (siehe Schritt 1). Mit einem Schneebesen oder einer Gabel verrühren, bis alles gleichmäßig ist. Mehr musst du nicht schlagen.
Gib Mehl und Salz dazu. Von Hand: Gib das Mehl nach und nach dazu und rühre dabei, zuerst mit einem Teigschaber und bald mit den Händen. Mit der Küchenmaschine: Gib alles auf einmal hinein, setz den Knethaken ein und knete auf niedriger Stufe. Wenn du Instant-Trockenhefe verwendest, kommt sie jetzt dazu. Hier geht es nicht um einen schönen Teig. Es soll nur kein trockenes Mehl mehr übrig sein. Sobald das so ist, hörst du auf.
Lass den Teig 20 Minuten zugedeckt ruhen. In dieser Zeit nimmt das Mehl die Flüssigkeit auf und das Gluten beginnt sich von selbst zu bilden, ohne dass du kneten musst. Danach lässt sich der Teig viel besser verarbeiten. Wenn du es eilig hast, kannst du diesen Schritt überspringen, er ist nicht entscheidend. Dann wird aber der nächste Schritt mühsamer.
Jetzt kommt die Butter, und das ist der spannendste Teil. Du brauchst 70 g, und es ist entscheidend, dass sie weich, aber nicht flüssig ist: Sie soll nachgeben, wenn du mit dem Finger draufdrückst. Ist sie hart, gib sie 30 Sekunden auf niedriger Stufe in die Mikrowelle. Wird sie dir zu flüssig, stell sie ein paar Minuten in den Kühlschrank, bis sie wieder weich ist. Sie wird in drei Portionen eingearbeitet, und die nächste kommt erst dazu, wenn die vorherige komplett im Teig verschwunden ist. Mit der Küchenmaschine: Knethaken, niedrige Stufe. Jede Portion braucht etwa 3 Minuten. Wenn alles drin ist, noch 3 Minuten weiterkneten. Von Hand: Leg die erste Portion auf den Teig und drück den Teig mit dem Handballen (dem unteren Teil der Hand, nah am Handgelenk) nach vorne flach gegen die Arbeitsfläche. Nimm ihn zusammen, falte ihn über sich selbst, dreh ihn ein Stück und wiederhole das. Am Anfang sieht es nach einer Katastrophe aus. Der Teig reißt, rutscht und klebt überall. Das ist völlig normal. Drück und falte einfach weiter, nach ein paar Minuten ist die Butter verschwunden und der Teig verbindet sich wieder. Dann kommt die zweite Portion und danach die dritte. Insgesamt etwa 15 Minuten. Zwei Tricks: Wenn du warme Hände hast und der Teig sehr ölig wird, halt die Hände kurz unter kaltes Wasser und trockne sie ab, bevor du weitermachst. Und wenn es nicht vorangeht, stell den Teig ein paar Minuten in den Kühlschrank und mach dann weiter. Du bist fertig, wenn der Teig glatt, glänzend und elastisch ist und sich fast von selbst von der Arbeitsfläche löst.